Birgit Berger BB-Yoga: Philosophie 
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HINTERGRUND UND PHILOSOPHIE

Yoga ist ein Weg zur inneren Mitte, ein Weg zur Vereinigung von Körper & Geist.

Yoga harmonisiert Körper, Geist und Seele, als eine der ältesten Lehren aus Indien. Das Ziel dieser Methode ist für diese drei Aspekte ein Gefühl der Einheit und Ausgewogenheit zu erreichen.

Sri Tirumalai Krishnamacharya (1888-1989) brachte Yoga in den 1960er Jahren aus der Vergessenheit und hat viele Stile und Richtungen des Yoga durch seine dynamische Weiterentwicklung der klassischen Yogatechniken geprägt. Ein lange gehüteter Schatz, der zu seiner Zeit bereit war, in der Welt verbreitet zu werden. Die Praxis von ihm war individuell geprägt und anerkannte die Besonderheiten des Einzelnen. Gesundheit des Körpers, Wohlergehen und spirituelles Wachstum zeichnen seine Lehre aus. Er gilt im besten Sinne des Wortes als der Vater des modernen Yoga.

Viele Yogarichtungen entstanden daraus, welche seine Söhne T.K.V. Desikachar, T.K. Sribhashyam und T.K. Srinivasan sowie seine Schüler K. Pattabhi Jois, Indra Devi, B.N.S. Iyengar , B.K.S. Iyengar, Srivatsa Ramaswami oder AG Mohan weitergaben.

Er war in weiten Teilen der Welt als Yogi bekannt, doch in Indien wird Krishnamacharya vor allem als Heiler verehrt, der Gesundheit und Wohlbefinden mit Mitteln der ayurvedischen und yogischen Traditionen wieder herstellte.

Eines seiner wichtigsten Anliegen war es, eine Kombination aus Yogatechniken, Entspannung und Ayurveda an die speziellen Bedürfnisse des Schülers anzupassen, so dass er den Unterricht individuell je nach Person variierte. Die philosophischen Wurzeln basieren vor allem auf den Yoga Sutren von Patanjali, die Bhagvat Gita und die Upanishaden.

Die klassischen Schriften unterscheiden vier Yogawege:

  • Raja Yoga Der meditative Weg, besteht aus acht Gliedern (Ashtangas genannt)
  • 1) Yama ~ Umgang mit Anderen:
    • Ahimsa ~ Nicht verletzen
    • Satya ~ Wahrhaftigkeit
    • Brahmacharya ~ Keuschheit bzw. Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten
    • Aparigraha ~ Unbestechlichkeit
    • Asteya ~ Nicht stehlen
  • 2) Niyama ~ Verhaltensregeln und Gebote:
    • Saucha ~ Innere und äußere Reinheit
    • Santosha ~ Zufriedenheit
    • Tapas ~ Askese
    • Swadhyaya ~ Studium religiöser Schriften
    • Ishvarapranidhana ~ Gottesverehrung
  • 3) Asana ~ Stellung bzw. Haltung
  • 4) Pranayama ~ Atemtechniken zur Kontrolle der Lebensenergie (Prana)
  • 5) Pratyahara ~ Zurücknehmen der Sinne
  • 6) Dharana ~ Konzentration
  • 7) Dhyana ~ Versunkenheit
  • 8) Samadhi ~ Überbewusstsein
  • Jnana Yoga Der intellektuelle Weg vollzieht sich in vier Stufen
  • 1) Shravana ~ Hören der Weisheit
  • 2) Manana ~ Nachdenken
  • 3) Nididhyasana ~ Meditieren
  • 4) Anubhava ~ Verwirklichen
  • Karma Yoga Der Weg der Taten
  • Bhakti Yoga Der Weg der Liebe und Hingabe